Zeit der Deppen

Sog ma, was is bloß passiert,

dass de hoibe Welt as Hirn verliert?

Und bist du no so sehr verlinkt,

huift nix, weil der Fisch vom Kopf her stinkt.

Am Hebel sitzen knallharte Entscheider,

Vernunft egal, Hauptsach, es geht was weida.

De Geldbeitl prall und schwer,

de Hirne leider weniger.

Und de Welt, sie brennt an alle Ecken,

es is de Zeit der Deppen.

Wenn se heit no oana zweifeln traut,

werd eam auf de Finger ghaut,

Sie verzähln uns, dass der Kriag der Weg zum Frieden is,

und dass de Panik von uns völlig übertrieben is.

Aus ihre Händ tropft Öl und Bluat,

und aus meim Herz tropft Angst und Wuat.

Sie hobn koa Mitleid zum verschenga,

aber Kriag is as Gegenteil von Denga.

Und de Welt, sie brennt an alle Ecken,

es is de Zeit der Deppen.

In Zeiten wia heit schrein de Deppen ganz laut

Und de Gscheidn bleibn stumm, weil se koana mehr traut.

Mia trudeln dahi, machan des, was’s uns sogn,

und werdn dabei fast von unsre Ängste daschlogn.

Schlechte Zeiten für Dichter und Denker,

aber sauggeile Zeiten für Richter und Henker.

A jeder hot oa Seel nur zu retten,

es is de Zeit der Deppen.

Und de Welt, sie brennt an alle Ecken,

es is de Zeit der Deppen.

Und a wenn ma liaber Gscheide hätten,

es is de Zeit der Deppen.